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Immer jung und kein bisschen älter…… fühlen sich die Zeltwirte Peter Klinkhammer und Hans-Peter Schwemin seitdem sie vor 13 Jahren das Kult-Zelt auf der Düsseldorfer Kirmes von Peter Schilden übernommen haben. Kein Wunder! Denn ihr sommerliches Gemeinschaftsprojekt wirkt für die zwei erfolgreichen Altstadt-Wirte wie ein Jungbrunnen. ![]() Die Zeltwirte: Hans-Peter Schwemin und Peter Klinkhammer „Seitdem hat sich dennoch einiges verändert“, erinnert sich Hans-Peter Schwemin, der ansonsten für die Kneipen Schaukelstühlchen, Quetsche und Engelchen verantwortlich zeichnet. So wurde im vergangenen Jahr die ganze optische Gestaltung ins 21. Jahrhundert transportiert. Am Konzept hat sich allerdings nichts Grundlegendes getan. „Das erwarten die Gäste auch“, gibt sein Klinkhammer zu bedenken. „Unsere vielen Stammgäste im Zelt wissen, was sie thematisch bei uns erwartet. Und wir wissen, was die Gäste von uns erwarten. Somit geht niemand enttäuscht aus dem Zelt, weil wir alle das bekommen, was wir uns gewünscht haben eine lockere, mit guter Coverrock-Musik untermalte Party.“ Und dazu gibt es immer noch das frisch gezapfte Schlösser Alt. Wahlweise gereicht von einer charmanten Barfrau oder mitten im Publikum vom Tablett-jonglierenden Köbes. „So manchen Trend hat das Zelt schon überdauert und ist dennoch modern und jung wie eh und je“, freut sich Schwemin. Das hatte man natürlich beim Zeltwirt-Debüt 1995 nicht so erwarten können. Aber das Beharren auf hochklassige Coverbands, die schon seit dem ersten Jahr des Schlösser Zelts dabei sind und immer noch die Massen auf die Rheinwiese strömen lassen, spricht für die Kontinuität und Qualität. „So mancher Promi gab hier schon ein Überraschungs-Gastspiel“, spricht Klinkhammer auf den Spontan-Gig der Toten Hosen zusammen mit Zelt-Kult-Band Halber Liter an. Campino und Co füllten die viel zitierte „Mutter aller Zelte“ bis auf den letzten Platz. Auch der aktuelle Hosen-Schlagzeuger Vom Ritchie ließ es sich nicht nehmen, 2005 mit den Wounded Ducks „Hier kommt Alex“ zu spielen. Doch bei aller Retrospektive darf der Blick in die Zukunft nicht verschwimmen. „Die Zeiten wandeln sich“, wissen beide Zeltwirte. „Und deswegen werden wir langsam und kontinuierlich an Punkten weiter arbeiten, an denen wir uns verbessern können und müssen.“ So habe sich auch das Ausgehverhalten in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Ein Stück weit müsse da der nachströmenden neuen Generation auch Rechnung getragen werden, ohne aber das Gesamtbild zu verfälschen. Ein Drahtseilakt, den das Planungsteam konsequent und erfolgreich bestreiten möchte. So wurde im vergangenen Jahr bereits eine neue Tages-Veranstaltung ins Programm aufgenommen. In enger Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Jungschützen und der lokalen Presse wurde die erste Jungschützen-Maid das Schönste, was das Sommerbrauchtum zu bieten hat gekürt. „Die Resonanz war fantastisch“, freute sich auch Schlösser-Pressechefin Marianne Kock über die Premiere. „Ist doch klar, dass wir in diesem Jahr die nächste Maid küren werden.“ Hinzu kommt ein neues musikalisches Highlight. In Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Tageszeitung EXPRESS Düsseldorf und dem lokalen Fernsehsender Center.TV laufen schon seit Wochen die Vorausscheidungen für „Schlösser sucht den City Star“. Der Karaoke-Wettbewerb, musikalisch geleitet von Entertainer Simon Krebs, zelebriert am 17. Juli im Schlösser Zelt sein großes Finale mit einer vierstündigen Live-Sendung im TV und einer siebenstündigen Party ab 18 Uhr auf der Rheinwiese gegenüber dem Euro Star natürlich. Mit dabei sind Nic (Einen Stern …), Liza Li, Steffy von Banaroo und der neue Schlagerkönig Michael Wendler. Und von wo werden die Zeltwirte das Geschehen auf der Bühne an den neun Kirmes-Tagen verfolgen. „Ich stehe gerne hinter den Theken 2 und 3. Von dort habe ich beste Sicht auf die Bühne“, verrät Peter Klinkhammer, Betreiber der Kneipen Bierhaus Zille und Dä Spiegel. Seinen Kompagnon zieht es derweil an vorderste Front: „Hin und wieder genieße ich auch das Spektakel aus der ersten Reihe vor der Bühne.“ Mit einem frisch gezapften Schlösser Alt versteht sich. Und dieses werde ich mir jetzt auch gönnen. Dä Kirmes Köbes |