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Weibliche Intelligenz beim Schadow-StraßenfestMensch war das ´ne Sause. Alle zwei Jahre feiern wir in Düsseldorf das Schadow-Straßenfest. Bei lecker frischem Schlösser Alt, was ja überall ausgeschenkt wurde, konnte ich den ganzen Trubel von Mittags bis spät in die Nach sehr gut genießen. Es war schon Wahnsinn, wie viele Menschen dieses Fest immer wieder anzieht. Ich war ja an dem Samstag unterwegs. Traumhaftes Wetter, und das bei diesem unbeständigen Sommer. Das war wirklich genial. Es war nicht zu heiß und nicht zu warm. Und dennoch freute ich mich auf den kühlen Gerstensaft am Getränke-Pavillon. Zeitweise habe ich mir ja diese Afrika-Show auf der Bühne 1 angesehen. Da ging ja richtig der Serengeti-Löwe ab. Doch je später es wurde, desto mehr zog es mich zu meinen Freunden aus dem Schlösser Zelt. Und wie der Zufall es so will treffe ich fünf Kollegen Kirmeszelt. „Hey Kirmes Köbes“, riefen sie mir zu. „Biste heute nicht bei Letzter Schrei?“. Beim Blick auf die Uhr fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte mal wieder beim leckeren Altbier völlig die Zeit vergessen. Nun aber mal schnell! Auf zu Bühne drei, direkt auf Höhe von Juwelier Christ und Schuhgeschäft Juppen. Diese Kombination hat bestimmt ein Mann geplant. Denn während sich unsere Frauen an den Geschäften, die dann zum Glück für meine Geldbörse schon geschlossen waren, sich die Nasen platt drückten, konnten wir Männer Claus Schäfer und Co mit Genuss zusehen, wie sie mal wieder die Publikums-Massen in Stimmung versetzten. Das nenne ich klassische Arbeitsteilung. Irgendwann die Zeit habe ich nicht mehr ganz so im Kopf saß ich mit meiner Frau im Taxi. Der Tag war absolut gelungen. Gute Musik, lecker Bier und meine Frau hat auch schöne Sachen gesehen (!). Doch dann kam der Haken, der unweigerlich kommen musste. „Du, Schaaaaaaatz“, sagte sie. Und irgendwie ahnte ich schon, was da kommen würde. „Ich habe da sooooooooo schöne Sachen in den Schaufenstern gesehen.“ Ich versuchte noch einen kleinen Gegenangriff und hoffte, dass der Alkohol bei ihr die nötige Wirkung zeigen würde: „Ja, aber die Geschäfte waren ja zu.“ Doch wie aus dem Nichts setzte bei ihr wieder die Nüchternheit ein. „Genau. Deswegen fahre ich am Montag nach der Arbeit mit Claudia noch hin und werde mir dann die Schuhe kaufen.“ Und langsam frage ich mich: „Hat vielleicht doch insgeheim eine Frau diese Geschäfte geplant…“ |